Das Demokratieprojekt

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Meinungspluralismus
Mit einem ganz neuen Projekt startete die 3. Klasse dieses Jahr. Entwickelt wurde dieses Projekt von dem Göttinger Institut für Demokratieforschung in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium.
In insgesamt 5 Unterrichtseinheiten lernten die Kinder durch Rollenspiele und Gruppenübungen vieles zum Thema:
  • Meine Meinung
  • Deine Meinung
  • Unsere Meinung
  • Streit – Was ist das?
  • Streit kann fair sein
Sie lernten, dass es in einer Demokratie wichtig ist, die Vielfalt der Meinungen und Interessen anzuerkennen aber auch, dass in einer Demokratie immer verhandelbar bleiben muss, welche Interessen und Wünsche für welches Thema einen höheren Stellenwert haben.

Institut für Demokratieforschung:
„Kinder erleben Meinungspluralismus oft mit den damit verbundenen Schwierigkeiten, wenn es zu Streit und Konflikten kommt. Sie streiten mit Eltern über Schlafenszeiten, mit Geschwistern und Freunden um Spielzeig und mit Mitschülern darüber wohin der nächste Klassenausflug gehen soll. Ausgangspunkt dieser Konflikte ist nicht selten der Meinungspluralismus in einer Gruppe (Familie, Freunde, Klasse), also ein berechtigtes Nebeneinander verscheidender Meinungen mit einem gleichzeitigen Aushandeln von Interessen und Wünschen.“
„Es wird also deutlich: Auch wenn Kinder den Begriff Meinungspluralismus nicht verwenden, so erleben sie das Phänomen dennoch jeden Tag.“
„Wir erkennen, dass demokratische Prozesse bereits von Anfang an eine wichtige Rolle für Grundschüler spielen. Denn täglich werden sie mit politischen Themen und Fragen konfrontiert, ohne dass sie sich dessen unbedingt bewusst sind. Das Institut für Demokratieforschung zeigt somit, dass man Kindern demokratische und politische Themen nicht nur zutrauen kann, sondern auch, dass ein reges Interesse daran besteht. Wird dies in Verbindung mit Demokratieerziehung für den Alltag fruchtbar gemacht, kann es zu einem besseren Klima in der Klasse und Schule beitragen.“


Die Kinder können mit diesem Projekt folgende Kompetenzen erwerben:
Schüler und Schülerinnen können
  • ihre eigene Meinung formulieren und vertreten,
  • ihre eigene Meinung von der er anderen unterscheiden
  • positive Aspekte von Meinungspluralismus (zum Beispiel Vielfalt) erfassen,
  • erkennen, dass Entscheidungen in demokratischen Prozessen aufgrund von Meinungspluralismus oft schwierig und langwierig sind, jedoch getroffen werden können,
  • Möglichkeiten der demokratischen Entscheidungsfindung im Konfliktfall erklären und nutzen.
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